Automatisierte Rollenbahn-Strahlanlagen
Bleche, Rohre und Profile kostenoptimiert bearbeiten
Ob im Handel oder beim Verarbeiter – um Bleche, Rohre, Profile und Träger in der für nachfolgende Prozesse erforderlichen Oberflächenqualität zur Verfügung zu stellen, werden sie gestrahlt. Mit bedarfsgerecht ausgelegten, automatisierten Rollenbahn-Strahlanlagen bietet Rösler dafür Lösungen, die ein besonders effizientes Entzundern, Entrosten und Reinigen der Werkstücke aus Stahl gewährleisten.
Das Strahlen zählt zu den unverzichtbaren Prozessen vor der Be- und Verarbeitung von Blechen, Rohren, Profilen, Trägern und Stäben aus Stahl. Optimal geeignet dafür sind Rollenbahn-Strahlanlagen (RRB), da sie durch ihre spezifische Konstruktion die schnelle und effektive Entfernung von Rost, Zunder und sonstigen Verschmutzungen ermöglichen.
Modular aufgebautes Anlagenkonzept
Die Rösler Oberflächentechnik GmbH hat dafür ein modular aufgebautes Anlagenkonzept entwickelt, das standardmäßig auf die Bearbeitung von Werkstücken bis 5200 mm Breite und 600 mm Höhe ausgelegt werden kann. Damit lassen sich unterschiedlichste kundenspezifische Anforderungen aus dem Stahlhandel ebenso wirtschaftlich erfüllen wie aus dem Stahlbau, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Werftindustrie und dem Windkraftanlagenbau. Bei Letzerem kommen die RRB-Anlagen für das Strahlen der Bleche zum Einsatz, aus denen die Türme der Off- und Onshore-Anlagen gefertigt werden.
Maschinenbauteile effizient gestrahlt
Eine RRB 16/5 erwies sich bei der Heinrich Wagner Sinto Maschinenfabrik GmbH (hws) als optimale Lösung. Das in Bad Laasphe ansässige Unternehmen, das zur weltweit agierenden Sintokogio-Gruppe gehört, ist ein marktführender Hersteller von Formanlagen, Formmaschinen und adäquaten Anlagentechnologien zur Herstellung hochverdichteter Formen für moderne Gießereien. Für die Herstellung der Maschinen verfügt hws auch über einen eigenen Stahlbau sowie eine Lackiererei, wodurch verschiedene Strahlaufgaben anfallen. Die RRB 16/5, die für die Bearbeitung von 1600 mm breiten und 500 mm hohen Bleche sowie von Profilen ausgelegt ist, ermöglicht mit vier Schleuderrädern Hurricane H 42 mit 11 kW Antriebsleistung die schnelle und effiziente Bearbeitung der Teile. Wie alle Strahlanlagen des Untermerzbacher Herstellers verfügt auch die RRB 16/5 über eine Strahlkammer aus verschleißfestem Manganstahl, die an besonders beanspruchten Stellen zusätzlich mit auswechselbaren, spaltfrei verlegten Platten aus dem widerstandsfähigen Material ausgekleidet ist. Nach dem Strahlen durchlaufen die Werkstücke eine Abreinigungsstation, so dass noch anhaftendes Strahlmittel vor dem nächsten Prozessschritt zuverlässig entfernt wird. Die Reinigung der Abluft erfolgt bei hws durch einen platz- und kostensparenden „Huckepackfilter“. Durch das auf der Anlage platzierte Filtersystemergibt sich im Vergleich zu einem neben der Anlage aufgestellten Filter eine Platzersparnis von rund 12 Quadratmetern und die Lösung ist kostengünstiger.
Durch Strahlen neue Potenziale erschließen
Für ein nahezu identisches Anlagenkonzept der RRB 16/5 hat sich die Meinolf Gockel GmbH & Co. KG aus Warburg, Ostwestfalen, entschieden. Das seit über 80 Jahren in Familienbesitz befindliche Unternehmen ist Vollsortimenter im Stahlhandel, außerdem werden Produkte des Industrie- und Handwerkswerksbedarfs vertrieben. In der Vergangenheit hat das Unternehmen Teile bei einem externen Partner strahlen lassen, was mit einem Zeitverlust und hohen Transportkosten verbunden war. „Um optimal auf die Anforderungen des Marktes reagieren zu können und neue Kundenpotenziale zu erschließen, haben wir uns für die Investition in eine Strahlanlage entschieden. Dass es die Lösung von Rösler wurde, lag zum einen an der Qualität der Anlage und an der Verbindlichkeit dieses Herstellers. Zum anderen haben wir uns über die Bonität informiert, denn wir möchten Partner, die es auch in zehn Jahren noch gibt“, berichtet Geschäftsführer Meinolf Gockel jr. Ausgezahlt hat sich die Investition schon teilweise, denn sie war ausschlaggebend für die Kooperation mit einem Blechbearbeiter. Das auf Brennschneiden und die Laserbearbeitung von Blechen spezialisierte Unternehmen hat sich auf dem Firmengelände von Meinolf Gockel angesiedelt.
Wert hat Meinolf Gockel jr. bei der Auswahl auch darauf gelegt, dass die Strahlanlage erweiterbar ist. Der Geschäftsführer hat dabei zum einen das Thema Beschichten im Auge, zum anderen die direkte Anbindung der RRB 16/5 an eine neue Sägeanlage der Behringer GmbH.
Partners for Steel – Rösler und Behringer
Bei letzterem dürfte auch die Kooperation ein Vorteil sein, die Rösler mit der Behringer GmbH sowie dem Hersteller von Bohrzentren Vernet Behringer geschlossen hat. Ziel der Kooperation P4S (Partners for Steel) ist, Kunden durch die genaue Abstimmung der Prozesstechnologien Sägen, Bohren und Strahlen einen Mehrwert bei der Ver- und Bearbeitung von Stahl zu bieten.
